| Stereoskopie
für Einsteiger - Ein
Kurs von Werner Schaffner Grundlagen 1 - Wir fotografieren eine Landschaft |
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Aufnahmesituation: Im Vordergrund ein Zaun Im Mittelgrund ein Haus Im Hintergrund ein Berg |
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| Situation
von vorn |
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Von oben sieht die Situation so aus. | |
| Situation
von oben |
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Wir
machen zwei seitlich verschobene Aufnahmen. Je mehr Basis, desto mehr
seitliche Verschiebung. Bei dieser Situation kann man mit einigen Zentimetern Basis experimentieren. Es darf kein Höhenfehler auftreten. Am besten wird die Kamera auf einer waagrechten Schiene seitlich verschoben, bzw. eine zweiäugige Kamera absolut horizontal auf ein Stativ montiert. Wird nur eine Kamera verwendet, darf sich zwischen den beiden Aufnahmen im Bildfeld nichts bewegen. |
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| Aufnahme |
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Legt
man die Aufnahmen übereinander, sieht man die seitliche Verschiebung. Es ist auch schon sichtbar, dass die Verschiebung im Vordergrund und im Hintergrund nicht gleich gross ist. Grün: Rechte Kamera Rot: Linke Kamera |
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| Resultat
Aufnahme |
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Kompensiert
man die seitliche Verschiebung und bringt man den Vordergrund zur Deckung,
dann erkennt man, dass der Hintergrund immer noch eine Verschiebung
aufweist. Je weiter weg, desto grösser die Differenz. Diese Information ist also ein Mass für die Tiefe. |
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| Seitliche
Verschiebung |
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Nun
muss das Bild der linken Kamera dem linken Auge, dasjenige der rechten
Kamera dem rechten Auge zugeführt werden. Bei der Diaprojektion geschieht dies mittels Polfilter. Diese Filter wirken wie Schlitze, die das Licht nur in einer Ebene durchlassen. Man benötigt sowohl vor jedem Objektiv als auch vor jedem Auge einen Filter. Die Filter werden so ausgerichtet, dass obige Bedingung erfüllt wird. |
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| Projektion |
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| Mit
etwas Uebung kann das Gleiche mit dem "Parallelblick erreicht werden.
Die Einzelbilder dürfen dabei aber nicht breiter als 6.5cm (mittlerer
Augenabstand) sein. Im Folgenden Beispiel ist der Zaun deckungsgleich justiert und wirkt somit wie wenn er auf der Ebene der Leinwand (Scheinfenster) liegen würde. Alle anderen Objekte (Haus, Berg) liegen hinter dem Scheinfenster. |
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Uebereinander gelegt sieht man, dass der Zaun deckungsgleich ist. Er wird also im 3D-Bild auf dem Scheinfenster (Leinwand) liegen. | |
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Rahmung
Vordergrund |
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Die Wirkung bei Montage auf Vordergrund. |
| Eine
gänzlich andere Situation entsteht, wenn der Berg deckungsgleich justiert
wird. Dies bewirkt, dass der Berg wie auf der Leinwand (Scheinfenster)
liegend wirkt. Haus und Zaun scheinen vor der Leinwand im Raum zu
schweben. Dies wirkt im Allgemeinen unnatürlich und ist möglichst zu vermeiden. Normalerweise sollte der nächstliegende Gegenstand auf dem Scheinfenster (Leinwand) liegen. Ausnahmen sind nur bei vollständig abgebildeten Gegenständen sinnvoll, die aus der Leinwand ragen sollen (Arm, Stange, Ball...). |
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Uebereinander gelegt sieht man, dass der Berg deckungsgleich ist. Er wird also im 3D-Bild auf dem Scheinfenster (Leinwand) liegen. | |
| Rahmung
Hintergrund |
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Die Wirkung bei Montage auf Hintergrund. |
| Bildbeispiele Das erste Bildbeispiel belegt die Wirkung bei deckungsgleicher Rahmung auf den Hintergrund. Das Bild wurde mit einer Basis (Abstand der Linsen) von ca. 2cm aufgenommen und so justiert, dass die Blume aus der "Leinwand ragt." |
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| Der Effekt bei deckungsgleicher Montage auf den Hintergrund (Ausnahmesituationen) | |
| Das
zweite Bildbeispiel
belegt die Wirkung bei deckungsgleicher Rahmung auf den Vordergrund. Bei
diesem Motiv ist es zwingend, dass das Scheinfenster vorne liegt und das
gesamte Objekt nach hinten in den Raum verläuft. Das Bild wurde mit einer
Basis (Abstand der Linsen) von ca. 10cm aufgenommen. |
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Der Effekt bei deckungsgleicher Montage auf den Vordergrund (Normalfall) |